| Title | Was ist ein Fetisch? |
Manche Menschen sind sich nicht bewusst, ob sie nun einen Fetisch haben oder nicht. Was macht also einen Fetisch aus? Ein Fetisch ist eine zwanghafte Fixierung auf ein Objekt oder aber ein Körperteil. Nun mag sich der gewogene Leser denken: âGut, ich habe auch meine Vorlieben, aber ist das nun direkt ein Fetisch?â
Dieses kann man sicherlich nicht pauschal beantworten. Sollte aber die sexuelle Befriedigung ohne diese spezielle Vorliebe ausbleiben, kann durchaus von einem Fetisch gesprochen werden. Ein weiteres Indiz ist es, wenn bei der Masturbation an diese Vorliebe gedacht wird oder sogar beim Sex mit dem Partner.
Nehmen wir als Beispiel die Haarfarbe. Wenn Rot die Haarfarbe ist, die bei Frauen bevorzugt wird, ist das eine Sache. Stellt sich aber sexuelle Lust und Befriedigung erst ein, wenn Sex mit einer rothaarigen Partnerin vollzogen wird, ist es ein Fetisch.
Woher stammt das Wort Fetisch?
Feitico ist das Wort, das im 15. Jahrhundert verwendet wurde. Feitico ist ein portugiesisches Wort und bedeutet ĂŒbersetzt soviel wie âCharmeâ. Allerdings ist es nicht so nett gemeint wie es sich anhört, wenn jemand als charmant empfunden wird. Vielmehr wurde es eingesetzt, wenn falsche Macht eingesetzt wurde. Beispielsweise seien Talismane genannt. Das war im 15. Jahrhundert die falsche Macht.
Welche Arten des Fetisch gibt es?
Alle Arten des Fetisch aufzuzÀhlen ist eigentlich unmöglich. Fast zu jedem Objekt gibt es einen Fetisch. Dennoch sind die Fetische, die sich auf leblose Dinge beziehen in zwei Kategorien eingeordnet: Material und Form.
Hat der Mensch einen Materialfetisch, findet er zum Beispiel bestimmte Stoffe aus denen Kleidung hergestellt wird, sexuell erregend. Gummi, Latex, Leder oder Seide beispielsweise.
Der Formfetisch wiederum bezieht sich auf die Form des Gegenstandes. Hohe AbsÀtze an Schuhen oder kniehohe Stiefel. Das Material aus denen die Objekte bestehen ist dabei zweitrangig. Wobei es Kombinationen aus den Arten des Fetisch gibt.
Aber auch menschliche Dinge können einen Fetisch auslösen. FĂŒĂe, Beine, Arme oder der Po sind alles Dinge am menschlichen Körper, die andere Menschen besonders reizen. Auch Zigarettenstummel gehören dazu.
Â
Eigentlich kann alles im Leben in einen Fetisch verwandelt werden. Dabei sind auch Abstufungen von leicht bis extrem vorhanden. Sollte der Fetisch aber dennoch die Beziehung zu sehr belasten, sollte die Hilfe eines Therapeuten gesucht werden.
Als kleine Ăbersicht möchte ich nun einige Fetische vorstellen. Sicherlich wird der ein oder andere einen Fetisch vermissen und sicherlich gibt es auch welche, die 10 mal schlimmer sind oder um einiges harmloser.
Leder, Gummi, Lack, Latex
Diese Materialien scheinen in der Welt der Fetischisten, die beliebtesten zu sein. Ob es nun an dem Komfort des Tragen liegt oder daran, dass es einen Hauch von Pornofilm hat, lass ich nun einmal dahingestellt sein. Aus einer ruhigen Dame, wird in dieser Kleidung, in den Augen vieler MĂ€nner ein Vamp oder ein âböses MĂ€dchenâ.
Dominanz und Unterwerfung
Dieses ist wohl ein recht weit verbreiteter Fetisch. Ein wenig merkwĂŒrdig ist dabei, dass wenn man sich umschaut, die Frauen meistens den dominanten Teil ĂŒbernehmen. Sie sagen, dass sie es mögen, den Mann als Sklaven im Bett zu benutzen, ihn zu schlagen oder auch mit einem Strap-On zu penetrieren.
MĂ€nner, auf der anderen Seiten, lieben es der Frau zu dienen und das zu tun, was befohlen wird. Das bedeutet aber nicht, dass nur die Frauen dominant sind.
HĂ€nde und FĂŒĂe
Auch wenn man nicht daran denkt, ist dieses ein Fetisch, den jeder Mensch ganz leicht bekommen kann. Besonders MĂ€nner mögen das lecken, saugen, kĂŒssen und knabbern an den FĂŒĂen einer Frau. Das geht sogar soweit, dass sie keine Beziehung mit einer Frau fĂŒhren können, wenn diese hĂ€ssliche FĂŒĂe oder Zehen hat.
Frauen hingegen mögen das saugen an Fingern und sind sogar in der Lage dadurch zum Orgasmus zu kommen.
Haare, Haarfarbe und Frisur
Auch die Haare ĂŒben eine besondere sexuelle Anziehungskraft aus. Blond, brĂŒnett, rothaarig, lang, kurz, dĂŒnn, dick, als Pferdeschwanz oder offen. Was hier so lapidar steht und aufgezĂ€hlt wurde, kann fĂŒr einen Menschen mit Fetisch hocherotisierend sein. Besonders hĂ€ufig tritt aber der Zopf-Fetisch auf. Ein Grund kann die Vorliebe fĂŒr jĂŒngere Frauen sein. Der Zopf oder der Pferdeschwanz bilden dabei die Illusion.
Eine andere Illusion ist aber auch die Nachbildung einer Peitsche. Dabei wird sich aber nicht nur auf das Aussehen beschrÀnkt sondern die Frau peitscht auch aktiv mit dem Zopf.
Frauen hingegen mögen MÀnner mit Glatze. Dort ist der Fetisch eher dahingehend, dass der kahle Kopf wÀhrend einer leidenschaftlichen Umarmung gestreichelt werden kann.
Voyeurismus und Exhibitionismus
Einige MÀnner können kein Spaà mehr beim Sex empfinden, wenn sie nicht beobachtet werden bzw. andere Menschen beim Sex beobachten. Das steigert sich soweit, dass selbst wenn sie Zeuge werden, wie andere Menschen Sex haben (ob in der Natur oder in einem Porno) und der Partner nicht bei ihnen ist, sie anfangen zu masturbieren.
Frauen sind eher exhibitionistisch veranlagt. Die Zahl derer die andere Menschen gerne beim Sex beobachten ist weitaus geringer, als die, die sich gerne beim Sex von anderen Menschen beobachten lassen.

